Eine Biografie in sechs Teilen · Barcelona, 1982 – heute

Scheitern. Aufstehen. Neu anfangen.

Das Leben von Sergi Rodríguez Zambrana, einem Entwickler aus Barcelona, der im Netz als spnfury unterwegs war und heute als Sergio de la Rosa auftritt. Zwanzig Jahre Firmengründungen in Spanien: Manche wurden verkauft, manche endeten in der Insolvenz, und ein paar gibt es bis heute.

Rekonstruiert aus seinem Blog von 2007 bis 2024 (geborgen aus der Wayback Machine), dem spanischen Handelsregister, Presseberichten, seinen Social-Media-Profilen und dem Code seiner Projekte. Alle Quellen sind verlinkt; die meisten sind auf Spanisch, die Zitate wurden übersetzt. Leer en español

Sergis Schreibtisch im Büro in der Carrer de Llull, Barcelona, Mai 2009: zwei Monitore und eine Tasse des FC Barcelona
Barcelona, 17. Mai 2009. Sein Schreibtisch im neuen Büro in der Carrer de Llull, im Tech-Viertel 22@, einen Monat nach dem Start von Oooferton. Das Foto machte er selbst, mit einem BlackBerry.

Die Achterbahn

Erst die Karte, dann die Reise. Jeder Punkt ist ein echter Moment dieser Geschichte. Die Höhe misst weder Geld noch Umsatz, sondern wie es im Leben gerade lief, nach oben oder nach unten – gemessen an dem, was er selbst zur jeweiligen Zeit schrieb.

Sergis Achterbahn, 2004–2026Eine erzählerische Kurve aus Höhen und Tiefen: der Einstieg bei Desig, der Höhepunkt mit Oooferton, der erzwungene Verkauf, der Accelerator Conector, die Insolvenz von Desig und das verlorene Jahr 2015, Garantify, Shopipay und das Comeback mit künstlicher Intelligenz.20042007201020132016201920222025Ausgangspunkt123456789101112131415161718
  1. 12005Festgefahren bei 1.000 € im Monat
  2. 22007Kauft 50 % von Desig
  3. 32008Casinuevo schreibt Gewinne
  4. 42009Oooferton: 100.000 € im Monat
  5. 52010Muss seine 21 % verkaufen
  6. 62011Anderthalb Jahre Funkstille
  7. 72012Onyougo in 16 Ländern
  8. 82014Accelerator und Finanzierungsrunde
  9. 92015Desig in der Insolvenz
  10. 102015„So lange ohne Richtung“
  11. 112017Gründet Garantify mit
  12. 122018Garantify: 1.547 Maklerbüros
  13. 132020Shopipay für Shopify
  14. 142022Kryptofonds und ShopWin
  15. 152023Traffic und Werbeeinnahmen sinken
  16. 162024Sergio de la Rosa entsteht
  17. 172025Erzählt alles in einem Podcast
  18. 182026Fünfzehn Produkte gleichzeitig

Bernstein: über dem Ausgangspunkt. Rot: darunter.

Teil I · Die gewohnte Welt · 1982–2006

Ein Junge, der programmieren konnte, und ein Gehalt, das nicht reichte

Jeder Held beginnt an einem gewöhnlichen Ort. Für Sergi waren das ein Informatikraum in Barcelona und ein Gehalt von rund 1.000 € im Monat.

Kapitel 1 · 1982 – 2004

Das Internet lernen, indem man den Code anderer liest

Sergi Rodríguez Zambrana wird 1982 in der Provinz Barcelona geboren. Der Geschäftssinn ist früher da als der Computer:

„Was mir schon immer gefallen hat, war das Handeln, das Kaufen und Verkaufen. Schon mit sieben habe ich in der Schule verkauft: Mein Vater hat mir Dragon-Ball-Comics fotokopiert, und die habe ich auf dem Pausenhof verkauft. Davon habe ich mir Süßigkeiten gekauft, und oft habe ich das Geld wieder in Nachschub gesteckt.“
Podcast POVCA$H, September 2025 (Min. 1:20, auf Spanisch)

Er gehört zu der Generation, die mit pfeifendem Modem ins Netz ging und HTML lernte, indem sie bei fremden Websites den Quelltext öffnete. Jahre später fasste er es so zusammen: „Ich habe das Internet von Anfang an miterlebt.“

Nach einem technisch ausgerichteten Bachillerato, dem spanischen Gegenstück zu Abitur und Matura, absolviert er zwei höhere Berufsausbildungen in Informatik (ciclos formativos de grado superior, vergleichbar mit einer Fachschule): Systemadministration an der Escola del Clot und danach Anwendungsentwicklung am IES La Ferreria in Montcada i Reixac. Später kamen Kurse an der EAE Business School hinzu.

Mit 19 programmiert er bereits im Auftrag. 2001 schreibt er die erste Version von oh-holidays.com, einem Reiseportal. Auf LinkedIn erwähnte er das bescheiden, ohne zu ahnen, dass ihn die Tourismusbranche sein erstes Jahrzehnt als Unternehmer begleiten würde: „Ich habe als Programmierer die erste Version dieses Portals entwickelt.“

Dann kommen die ganz normalen Jobs. Ein Praktikum und eine Stelle als Netzwerktechniker beim Grupo Kalise Menorquina, einem spanischen Speiseeishersteller. Ein paar Monate als Freelancer für Serveis Informàtics Barcelona, mit rund fünf kompletten Webprojekten, die er allein umsetzte. Und eine Stelle als Programmierer bei Open House Spain.

Quellen: Lebenslauf, 2007 auf seiner Website veröffentlicht · „Meine Arbeiten“, sergirodriguez.com, 2007 · archiviertes LinkedIn-Profil, 2013

Kapitel 2 · 2004 – 2006

Die 1.000-Euro-Generation

Im Spanien der Nullerjahre gab es ein Wort für Leute wie ihn: Mileurista. Gemeint war eine ganze Generation, gut ausgebildet und talentiert, die bei rund 1.000 € im Monat feststeckte. Es ist der Teil der Geschichte, den kaum jemand erzählt, und er erklärt alles, was danach kommt: ein junger Programmierer mit echtem Können, ein knappes Gehalt und das Gefühl, Dinge für andere aufzubauen.

„Meine Anfänge waren bescheiden, wie bei den meisten Menschen mit einer bezahlten Arbeit: ja, Mileurista. Mir wurde schnell klar, dass mich das nirgendwohin bringen würde.“
Interview im Blog von Jordi Pérez (BrandeaStudio), Dezember 2009

Zwei Dinge sprachen für ihn. Er programmierte schnell, und er beherrschte ein Handwerk, das 2005 kaum jemand verstand: eine Website bei Google ganz nach oben zu bringen. Sein damaliges Profil nannte „Programmierung, Design, Einsatz von Online-Marketing-Techniken und organische Suchmaschinenoptimierung“. Genau dieses Handwerk wurde sein erster echter Vorsprung.

Schwarz-Weiß-Porträt von Sergi Rodríguez, 2009
Sergi im Jahr 2009, mit 26. Das Porträt erschien zu seinem Interview bei BrandeaStudio.

Teil II · Der Ruf des Abenteuers · 2006–2008

Die Wohnung beleihen und die Schwelle überschreiten

Die Chance kommt als Risiko verkleidet: kein Angestellter mehr sein und die Hälfte der Firma kaufen, mit Geld, das er nicht hat.

Kapitel 3 · 2006 – 2010

Desig Barcelona: die Wette seines Lebens

Im Juni 2006 fängt Sergi als Projektmanager bei der Desig-Gruppe an, einer kleinen Agentur für Ferienwohnungen mit Büro in der Carrer de Mallorca in Barcelona. Ihre Website, desigbarcelona.com, bot „mehr als 200 Ferienapartments in Barcelona und Sitges“. Sein Auftrag ist das, was er am besten kann: dafür sorgen, dass man sie bei Google findet.

Er gibt sich ein Jahr, um sie unter die ersten Treffer zu bringen. Er braucht neun Monate. „Nach 9 Monaten wurden mit ‚apartamentos barcelona‘ auf google.es spektakuläre Ergebnisse erzielt.“

desigbarcelona.com6. Feb. 2010
Screenshot von desigbarcelona.com, 6. Feb. 2010
Desig Barcelona im Februar 2010, einen Monat vor dem besten März der Firmengeschichte: Apartmentsuche, Last-Minute-Angebote und Links nach Paris, Madrid und Granada.

Dann kommt der Ruf. Die Eigentümer bieten ihm die Hälfte der Firma an. Das Geld dafür hat er nicht. Jahre später erzählte sein Geschäftspartner Daniel Rodríguez Arias der spanischen Nachrichtenagentur EFE, Sergi „hatte die Gelegenheit, 50 % zu kaufen … er nahm eine Hypothek auf seine Wohnung auf, beantragte einen Kredit und kaufte sie“.

„Innerhalb eines Jahres kaufte ich die Hälfte der Anteile und wurde Unternehmer, praktisch ohne darüber nachzudenken.“
sergirodriguez.com, Dezember 2009

Mit seinen 50 % führt Sergi Desig so, wie er es aus der Suchmaschinenoptimierung kennt: eine Website pro Stadt, jede in vier Sprachen (Spanisch, Englisch, Französisch und Italienisch), dazu ein Netz von Satellitenblogs auf Blogspot, das sie in den Rankings nach oben schiebt. Im Juli 2008 umfasste die Gruppe Desigbarcelona, Desigmadrid, Desigparis, Desigbuenosaires, Desigandalucia (Granada) und Desiginvestment für Immobilieninvestments in Argentinien.

2009 hat die Firma acht Mitarbeitende. Im März 2010, mitten in der Finanzkrise, schreibt er, sie sei „auf dem besten Weg, der beste Monat in der fünfjährigen Firmengeschichte zu werden, bei Umsatz und Zahl der Buchungen – und dabei heißt es, wir steckten in der Krise“. Hinzu kommen Valencia, Rom, Berlin und London, eine deutschsprachige Website, ein Live-Chat mit den Gästen und eine Kooperation mit dem Reiseportal minube.com. Im September 2010 moderiert er das Eröffnungspanel der COMITUR, eines Kongresses für Tourismusmarketing in Lloret de Mar, gemeinsam mit Leuten von Yahoo und Grupo ITnet.

Später nannte er es „Dropshipping für Apartments“: Die Wohnungen gehörten Desig nicht. Die Firma lieferte die Besucher über Google und den Kundenservice und behielt 25 % jeder Buchung. Zu Spitzenzeiten setzte sie 60.000 bis 70.000 € im Monat um, bei 25–30 % Marge. „Das Apartment-Geschäft hat mir sehr gefallen, weil es so pur war: Es gibt keine defekten Produkte.“

von Desig, finanziert mit einer Hypothek
50 %
von Desig, finanziert mit einer Hypothek
Städte: BCN, Madrid, Paris, Buenos Aires, Granada, Rom, Berlin
7
Städte: BCN, Madrid, Paris, Buenos Aires, Granada, Rom, Berlin
Sprachen pro Website
4
Sprachen pro Website
Monatsumsatz zu Spitzenzeiten
60–70.000 €
Monatsumsatz zu Spitzenzeiten

Quellen (auf Spanisch): Valencia Plaza / EFE, 2015 · POVCA$H, Min. 42:20 · „Alle Websites“, 2008 · Blog, März 2010 · Blog, COMITUR 2010

Kapitel 4 · 2006 – 2008

Casinuevo: das Projekt, das nachts entstand

Tagsüber lässt er Desig wachsen, nachts programmiert er etwas ganz Eigenes: casinuevo.net, ein kostenloses Kleinanzeigenportal, eine Art kleinanzeigen.de oder willhaben für Spanien. Die ersten Testanzeigen stammen vom August 2006. Die älteste Aufnahme der Wayback Machine, vom August 2007, zeigt eine Beta mit sechs Anzeigen.

„In meiner freien Zeit entwickelte ich mein Portal für kostenlose Kleinanzeigen. Mit der Zeit, und nach sehr vielen Stunden Arbeit, warf das Portal beachtliche Gewinne ab.“
sergirodriguez.com, Dezember 2009

Er wendet dasselbe Rezept an wie bei Desig. Im September 2007 rühmt er sich, „anuncios segunda mano“ („Second-Hand-Anzeigen“) innerhalb einer einzigen Woche auf Platz 7 bei Google gebracht zu haben. Im Januar 2008 hat die Seite 1.153 Anzeigen. Im Oktober gründet er als alleiniger Gründer seine zweite Firma, die Cyberworld Networks S.L. (eine S.L. entspricht in etwa einer GmbH), und startet Ableger für Mexiko (Avisosderemate.com, Casinuevo.com.mx), Lateinamerika (1000avisos.com), Peru und Ecuador.

casinuevo.net11. Juni 2010
Screenshot von casinuevo.net, 11. Juni 2010
Casinuevo.net im Juni 2010: kostenlose Anzeigen nach Rubriken und Provinzen. In der Fußzeile: „Copyright Cyberworld Networks, S.L. · Webmaster: Sergi Rodríguez“.

Im Dezember 2008 tut er etwas, das ihm schwerfällt: Er kommt hinter dem Bildschirm hervor. Zum ersten Mal besucht er Iniciador Barcelona, ein Treffen spanischer Internetgründer, mit dem Investor Rodolfo Carpintier als Gast. „Ehrlich gesagt bin ich nicht so der Typ fürs Schreiben, fürs Netzwerken oder dafür, mich auf solchen Events zu öffnen … aber es war Zeit, etwas zu ändern und mich ein bisschen bekannt zu machen.“ In einer Gruppenübung soll er den SEO-„Experten“ geben und gibt zu, dass er einen Blackout hatte. Er geht trotzdem wieder hin und gesteht 2009: „Früher bin ich nie zu solchen Events gegangen, jetzt hänge ich daran; das ist wie eine kleine Droge.“

Im Februar 2009 twittert er von einer Reise nach Ecuador. In seiner Twitter-Bio steht „Webmaster – Unternehmer“. Er programmiert in einem Büro an der Rambla del Poblenou, „mit einem Red Bull und Programmieren auf Hochtouren“, und flucht über Zend Studio, das zum vierten Mal abstürzt. Er ist 26 und führt zwei Firmen.

Quellen (auf Spanisch): „Meine Arbeiten“, 2007 · Handelsregister: Cyberworld Networks · Blog, Iniciador 2008 · archiviertes Twitter-Profil @sergirodriguez, Februar 2009

Teil III · Prüfungen, Verbündete und Feinde · 2009–2010

Drei Firmen, ein Lager und kein Urlaub

Mitten in der Rezession tut Sergi das Gegenteil von allen anderen: Er gibt Gas. Er landet seinen größten Erfolg und verliert ihn fast im selben Moment.

Kapitel 5 · 2009

Oooferton: Spaniens erstes Live-Shopping-Portal

Ende 2008 lernt er Luis Krug kennen, der vom deutschen Elektronikversender redcoon.com kam. Sergi zeigt ihm die Zahlen von Casinuevo, und Krug schlägt ihm eine Idee vor: ein Portal, das pro Tag ein einziges Produkt verkauft, zum Schleuderpreis und nur 24 Stunden lang. Wie Woot in den USA oder iBood in Europa. 2009 hieß dieses Format Live-Shopping.

„Dieses Jahr 2009, in dem es für viele wegen der berühmten Krise nur ums Durchhalten geht, sehe ich als ein Jahr der Chancen.“
sergirodriguez.com, 7. April 2009

Am 29. April 2009 geht oooferton.com online, mit drei O. Die Seite stellte sich vor als „das erste spanische Live-Shopping-Portal: ein einziges Produkt, ein einziger Verkaufstag“. Sergi ist Mitgründer und CTO und zugleich die gesamte Technikabteilung: „Ich habe niemanden unter mir, der programmiert, und am Ende muss ich die meisten Aufgaben selbst erledigen.“

oooferton.com17. Aug. 2010
Screenshot von oooferton.com, 17. Aug. 2010
Oooferton im August 2010: eine Kodak-Kamera, ein Countdown und der Button „Ich nehm’s!“. Ein Angebot, ein Tag.

Es wächst schnell. Im Mai zieht das Team in ein „viel größeres“ Büro in der Carrer de Llull 393, direkt neben Iniciador. Sergi sucht PHP-Entwickler über Twitter. Im Juli, zurück von einem Kurzurlaub auf Teneriffa und fast ohne Schlaf, nimmt er bei einem Zwischenstopp in Madrid ein Interview mit Rodolfo Carpintier für Baquía TV auf, den Videokanal des spanischen Tech-Portals Baquía. Es erschien in drei Teilen: „Die Leute wollen weiterhin die neuesten Produkte kaufen, aber zum reduzierten Preis“, „Wir glauben, dass Live-Shopping in Spanien gut funktionieren wird“, „Ein Callcenter wäre gut, um den Kauf zu erleichtern“.

Im August eröffnen sie ein Lager. „Im August haben wir nicht nur nicht wegen Urlaub geschlossen – wir haben IM Urlaub geöffnet.“ (In Spanien steht im August ein Großteil des Landes still.) Im Oktober twittert er: „265 bestätigte Bestellungen bei oooferton an einem Tag, voller Erfolg.“ An einem anderen Samstag: „fix und fertig, an einem Samstag 14 Stunden geschuftet … aber dafür war das oooferton-Karussell ein voller Erfolg“.

Monatsumsatz nach 8 Monaten
100.000 €
Monatsumsatz nach 8 Monaten
Bestellungen an einem Tag, Okt. 2009
265
Bestellungen an einem Tag, Okt. 2009
registrierte Nutzer, Feb. 2010
200.000
registrierte Nutzer, Feb. 2010
durchschnittliches Wachstum pro Halbjahr
+80 %
durchschnittliches Wachstum pro Halbjahr

Zahlen, die Sergi im Dezember 2009 und Februar 2010 selbst in seinem Blog veröffentlichte. 2025 fasste er es so zusammen: „zwischen 100.000 und 150.000 € im Monat, aber mit einer viel kleineren Marge, zwischen 10 und 15 %“.

Quellen (auf Spanisch): Blog, 29.04.2009 · Oooferton-Hilfeseite, 2009 · Blog, Baquía TV · Oooferton-Presseseite · Handelsregister: Oferton Liveshopping S.L.

Kapitel 6 · 2009 – 2010

Cladoo oder alles auf einmal wollen

Ende 2009 führt Sergi drei Firmen, „die wenig miteinander gemein haben“: Desig, Cyberworld Networks und Oooferton. Und trotzdem bereitet er das ehrgeizigste Projekt von allen vor. Im August beschreibt er es, ohne den Namen zu nennen: „die Arbeit von fast einem Jahr … ein viel ehrgeizigeres Projekt als sein kleiner Bruder casinuevo … das erste Projekt, das ich starte, ohne selbst direkt an der Entwicklung beteiligt gewesen zu sein“.

„Können wir von Erfolg sprechen? Natürlich nicht, denn das ist es erst, wenn es Geld bringt und wächst. Aber es ist eine große Genugtuung, etwas genau so umsetzen zu können, wie man es wollte. Ich habe mich ein bisschen wie ein Filmregisseur gefühlt.“
„Einen Traum verwirklichen: das Ende des Tunnels“, 30. September 2009

Cladoo sollte ein weltweites, mehrsprachiges Kleinanzeigenportal werden: für alles, aber so detailliert wie ein Spezialportal. Das Ziel: die Besucherzahlen von Casinuevo „verzweihundertfachen“. Am 24. November 2009 stellt er es per Livestream für Lateinamerika vor, „etwas nervös“. Loogic, damals der maßgebliche Blog der spanischen Start-up-Szene, berichtet: „Cladoo, neues Kleinanzeigenprojekt des Gründers von casinuevo.net“.

cladoo.com16. März 2010
Screenshot von cladoo.com, 16. März 2010
Cladoo, die Kleinanzeigen, die die Welt erobern wollten. Im Januar 2010 programmierte Sergi wieder selbst daran: „Ich nehme die Zügel von Cladoo in die Hand“.

Am 4. Januar 2010 schreibt er seine Vorsätze auf: in allen Firmen den Umsatz vervierfachen, das Team vergrößern, Ableger der Geschäfte starten und „einen Investor suchen“. Er schließt mit: „AUF EIN SPANNENDES 2010“.

Quellen (auf Spanisch): Blog, August 2009 · Loogic, 28.11.2009 · Blog, 04.01.2010 · Blog, 24.01.2010

Kapitel 7 · Februar – März 2010

Zum Verkauf gezwungen

Sechs Wochen nach diesem „spannenden 2010“ veröffentlicht er den schwersten Eintrag seines Blogs.

„Aus verschiedenen Gründen und zu meinem großen Bedauern sehe ich mich gezwungen, meine Beteiligung an oooferton.com zu verkaufen. Ich schaffe nicht alle meine Projekte. Mein Anteil beträgt 21 %.“
„Möglicher Verkauf von Oooferton“, 19. Februar 2010

Er sucht keinen Investor, sondern jemanden wie sich selbst, „mit Lust, die Seite weiter groß zu machen … denn das Projekt wird in Zukunft riesig“. Am 26. März unterschreibt er den Kaufvertrag: „Ich trenne mich offiziell von oooferton.“

oooferton.com11. Juni 2013
Screenshot von oooferton.com, 11. Juni 2013
Oooferton im Jahr 2013, schon ohne ihn: Fernseher-Gewinnspiele, Sponsoring der spanischen E-Commerce-Messe eShow und Millionenumsätze. Das Projekt „wird riesig“, hatte er beim Verkauf geschrieben.
TV-Werbespot von Oooferton (Kanal OfertonTV) · 2011 · die Marke, die er mit aufgebaut hat, jetzt im Fernsehen

Doch sein Blogeintrag vom selben Tag ist alles andere als traurig. Er gehört zu den hellsten Texten, die er je geschrieben hat:

„Ich bin viel entspannter und nehme mir mehr Zeit für Freizeit, Sport, Ausgehen … Seltsamerweise hatte ich gerade in dieser Freizeit meine besten Ideen. Genießt das Leben, macht alles, was euch erfüllt und Spaß macht, seid glücklich – dann läuft es auch beruflich viel, viel besser.“
„Neue Philosophie: +Freizeit = +Einnahmen – Stress“, 27. März 2010

In diesem Monat bricht Desig seinen Rekord, die Werbeeinnahmen von Cyberworld steigen um mehr als 200 % und Cladoo wächst um 90 %. Im Mai startet er mit einem Partner ein Blognetzwerk (mundial-noticias.com, conducemotor.com, misdocumentales.com, siervogeek.com, gran-hermano-noticias.com) und verkauft Anteile an Cladoo. Im April fliegt er erneut nach Teneriffa, um einen möglichen Investor zu treffen, „der mir Kapital und Ressourcen geben kann, damit die Projekte weltweit durchstarten“.

Quellen (überwiegend auf Spanisch): Webcapitalriesgo, 2015 · capital-riesgo.es · Novobrief (auf Englisch) · FashionNetwork · Blog, 31.05.2010

Teil IV · Die Feuerprobe · 2011–2016

Ein Accelerator, eine Finanzierungsrunde und der Tiefpunkt

Die Jahre, in denen er in der Start-up-Welt am höchsten steigt und im eigenen Leben am tiefsten fällt. Alles in denselben achtzehn Monaten.

Kapitel 8 · 2011

Funkstille

Anderthalb Jahre lang schweigt der Blog. Zu Weihnachten 2011 erscheint ein kurzer Eintrag: „Nach fast anderthalb Jahren ohne zu schreiben … möchte ich den Blog wieder aufnehmen, denn er war für mich eine Art, nachzudenken.“ Er kündigt einen großen Beitrag über „alles Gute und Schlechte von 2011“ an. Der erschien nie.

In der Zwischenzeit bleibt er in Bewegung. Auf einer Veranstaltung der Stiftung Iniciador lernt er Daniel Rodríguez Arias kennen, einen Unternehmer aus Valencia. Daniel erzählte später, was sie verband: Beide wollten sich nicht zufriedengeben mit „einem festen Job, einem Achtstundentag und keiner Chance, unser Potenzial auszuschöpfen“. Im April 2011 gründen sie gemeinsam die R Que R 17 S.L., die später in Onyougo Dreams umbenannt wird. Im Juli gründet er mit Daniel und seinem früheren Partner Luis Krug die Diva Loca S.L., einen Onlineshop für Sport und Bekleidung, der bis 2013 bestand.

sergirodriguez.com8. Feb. 2012
Screenshot von sergirodriguez.com, 8. Feb. 2012
Sein Blog „Sergi Rodríguez | Programmierer oder Unternehmer?“ im Februar 2012: der Weihnachtsgruß von 2011 direkt über dem COMITUR-Bericht von 2010. Vierzehn Monate zwischen zwei Einträgen.

Auf Twitter tauchen seine Läufe rund um den Montjuïc auf, aufgezeichnet mit RunKeeper. Im August 2012: „15,79 km – teste die Langstrecke“.

Kapitel 9 · 2012 – 2016

Onyougo: drei Leben einer Idee

„Wie oft gehen wir zu Media Markt und kaufen am Ende das, was uns der Verkäufer empfiehlt? Aus diesen Fragen ist Onyougo entstanden.“
„Onyougo, eine neue Denkweise“, 29. Juni 2012

Erstes Leben (2012): ein soziales Netzwerk für Produkte. Listen mit dem, was man hat und was man möchte, Bewertungen und Fragen an die eigenen Freunde. „Im Moment sitzen zwei Leute im Boot: Daniel Rodríguez Arias und ich.“ Im November 2012 kündigen sie Großbritannien, Rumänien, Saudi-Arabien, Schweden, Polen und eine katalanische Version an: 16 Länder, 20.000 Nutzer und 50.000 Besuche pro Tag im gesamten Netzwerk.

onyougo.com3. Dez. 2012
Screenshot von onyougo.com, 3. Dez. 2012
Onyougo in seinem ersten Leben: ein soziales Netzwerk, das bei Kaufentscheidungen hilft, je nachdem, was die Freunde denken.

Zweites Leben (2013–2014): ein Preisvergleich. 2014 kommt der Moment der größten Sichtbarkeit. Onyougo wird „aus mehr als 150 Projekten“ für den zweiten Jahrgang des Conector Startup Accelerator in Barcelona ausgewählt. Conector war der Accelerator von Carlos Blanco, ein mentorengeführtes Programm nach dem Vorbild von Techstars. Zu den Partnern gehörten Risto Mejide (ein Werber, der in Spanien als gnadenloser Juror in TV-Castingshows bekannt ist), Marc Ros, Xavier Verdaguer und Miguel Vicente, Mitgründer von Letsbonus (einer Groupon-artigen Gutscheinplattform) und Wallapop (Spaniens führender Second-Hand-App). Die Mentoren von Onyougo waren Axel Serena, Marc Ros und David Tomás.

Dieser Jahrgang hatte Glück. Im selben Durchgang, Barcelona #2, war Kompyte, das Semrush 2022 für 10 Mio. US$ übernahm. Im nächsten kam die Liefer-App Glovo dazu. Sergi teilte sich Flure, Mentoren und einen Demo Day mit diesen Teams.

conector.com/aceleracion-startups/barcelona-22015
Screenshot von conector.com/aceleracion-startups/barcelona-2, 2015
Der Jahrgang Barcelona #2 bei Conector: OnyouGo neben Kompyte, Singularu, Zizerones, eSportics und Regalamos.es.

Im November 2014 starten sie den „kostenlosen, kollaborativen und unbestechlichen Preisvergleich“: mehr als 1.200 Shops in 16 Ländern, und keiner kann sich eine bessere Platzierung kaufen. Im März 2015 bringt EFE eine Reportage über die „App für Krisenzeiten“: Man scannt im Laden den Barcode, und sie zeigt, wo das Produkt billiger ist, unter 80.000 Shops und 19 Millionen Produkten.

Am 17. April 2015 schließen sie eine Finanzierungsrunde über 100.000 € ab, angeführt vom Fonds Antai, mit den Business Angels Marc Ros, Risto Mejide, Axel Serena, Vicente Alán und Carlos Blanco.

Projekte im Rennen um einen Platz bei Conector
150+
Projekte im Rennen um einen Platz bei Conector
Runde mit Antai und Risto Mejide, 2015
100.000 €
Runde mit Antai und Risto Mejide, 2015
vergleichbare Produkte in der App
19 Mio.
vergleichbare Produkte in der App
Länder mit eigener Version
16
Länder mit eigener Version
valenciaplaza.com1. März 2015
Screenshot von valenciaplaza.com, 1. März 2015
„Onyougo, eine App für Krisenzeiten“. Die EFE-Reportage, die die Geschichte der beiden Partner erzählte, einschließlich Sergis Hypothek für den Einstieg bei Desig.

Drittes Leben (2015–2016): Radarprice. Im August 2015 benennen sie sich in Radarprice um und melden mehr als 10.000 Nutzer in drei Monaten. Zehn Jahre später erinnerte sich Sergi an die teuerste Lektion: „Wir haben anfangs alle Produkte ins Visier genommen, mehr als 8 Millionen Artikel, und alle Länder. Allein für Domains haben wir mehr als 6.000 € ausgegeben.“ Als sie sich auf eine einzige Kategorie konzentrierten, Babywindeln, kam die Anerkennung: App der Woche im App Store. „Gut lief es erst, als wir unsere Nische gefunden hatten.“ Gerettet hat das die Firma nicht. Im Januar 2016 legt Sergi sein Amt als Geschäftsführer nieder. Die letzte Version der App erscheint im August 2016, 2018 geht die Gesellschaft in Liquidation.

radarprice.com8. Okt. 2015
Screenshot von radarprice.com, 8. Okt. 2015
Radarprice im Oktober 2015: Barcode im Laden scannen, und die App zeigt, ob es woanders billiger ist, online oder gleich um die Ecke.
Pitch von Radar Price auf der BizBarcelona · 2. Juni 2016 · präsentiert von seinem Partner Daniel Rodríguez, CEO (auf Spanisch)

Quellen (überwiegend auf Spanisch): Blog, 19.11.2012 · Conector Barcelona #2 · Diario TI, 2014 · Valencia Plaza / EFE, 2015 · Ecommerce News, 2015 · Webcapitalriesgo, Finanzierungsrunde 2015 · VIA Empresa, 2015 · POVCA$H, Min. 55:00 · Semrush 10-K (Kompyte, auf Englisch)

Kapitel 10 · 2014 – 2015

Die tiefste Höhle

Während Onyougo in der Zeitung steht, bricht zusammen, was er vorher aufgebaut hatte.

Im März 2014 erklärte er selbst, warum er nicht mehr schrieb: „Eine Beziehung sorgt immer dafür, dass man ein bisschen bequem wird und in anderen Dingen wächst, vor allem im Persönlichen.“ Er zieht sich auf das zurück, was ihn immer über Wasser gehalten hat: Casinuevo. „Ich konzentriere mich darauf, casinuevo.net wieder groß zu machen.“ Im April 2014 verkündet er, sie hätten dank Telefonverifizierung „dem Betrug ein Ende gesetzt“.

Und im Oktober 2015 veröffentlicht er den kürzesten und ehrlichsten Eintrag aus siebzehn Jahren Blog:

„Nach so langer Zeit ohne Richtung bin ich wieder motiviert. Mit einem verschmutzten, getrübten Kopf kommt man unmöglich voran; ich musste viel leiden, um an diesen Punkt des Friedens zu gelangen. Ich habe keine ANGST. Angst blockiert dich, hält dich auf, vernebelt dir den Blick, sie ist dein schlimmster Feind. Wollen wir die Welt erobern? Bist du dabei?“
„Wieder Hunger haben, der Angst ausweichen“, 20. Oktober 2015

Nach diesem Eintrag bleibt der Blog fast neun Jahre lang still.

Quellen: PR-Inside, 2014 (auf Englisch) · Handelsregister: Central de Reservas Desig · Blog, 23.03.2014 · Blog, 17.04.2014

Teil V · Der Weg zurück · 2016–2023

Vom gescheiterten Gründer zum CTO und vom CTO wieder zum Gründer

Er verlässt die Höhle leise, durch die Tür, die er am besten kennt: die technische. Erst in den Firmen anderer, dann wieder in seinen eigenen.

Kapitel 11 · 2016 – 2019

Garantify: Der Vermietungsprofi kehrt zurück

2016 taucht er als Bevollmächtigter der iStocks Company S.L. in Tarragona auf, in einer technischen Rolle. Im Juni 2017 gründet er mit Sergio Gonzálvez eine Firma, die ein Problem angeht, das er aus seinen Apartment-Jahren kennt: herauszufinden, ob ein Mieter zahlen wird.

Garantify stellte ein Bonitätszertifikat für Mieter aus – eine Art SCHUFA-Auskunft, abgesichert durch eine Mietausfallversicherung der Allianz –, damit Makler und Vermieter mit weniger Risiko vermieten konnten. Sergi ist der CTO. Sie starten mit 150.000 € der Gründer und 100.000 € eines italienischen Investors (Alimarket, 2017).

garantify.com15. Aug. 2018
Screenshot von garantify.com, 15. Aug. 2018
Garantify im August 2018: „die erste Zertifizierungsstelle am Markt“. Auf der Teamseite: Sergio Gonzálvez (CEO) und Sergi Rodríguez (CTO).

Was folgte, gab ihm sein Selbstvertrauen zurück: Finalist bei BBVA Open Talent 2018, dem Fintech-Wettbewerb der spanischen Bank BBVA, eine Auszeichnung bei Finnovating #uProtech und Berichte in La Vanguardia, El País, El Mundo, Emprendedores und bei EFE. Im Januar 2019 meldete Garantify auf idealista/news, dem Nachrichtenportal von Spaniens größtem Immobilienportal, 1.547 Maklerbüros als Nutzer. Laut Vozpópuli schloss die Firma 2019 mit knapp 1,5 Millionen Euro Umsatz und sieben Mitarbeitenden ab und suchte eine Finanzierung über 10 Mio. €. Parallel startet er Homesya, ein Immobilienportal, und wird Geschäftsführer von Molista Technologies, einem Immobilien-CRM, wieder in Verbindung mit Luis Krug.

idealista.com/news24. Jan. 2019
Screenshot von idealista.com/news, 24. Jan. 2019
idealista/news, Januar 2019: „Garantify, das Start-up, das beim Mieten und Kaufen einer Wohnung Kopfzerbrechen erspart“.
Maklerbüros als Nutzer (2019)
1.547
Maklerbüros als Nutzer (2019)
Umsatz 2019, laut Vozpópuli
~1,5 Mio. €
Umsatz 2019, laut Vozpópuli
insgesamt eingesammelt, laut Sergi
~500.000 €
insgesamt eingesammelt, laut Sergi
BBVA Open Talent 2018
Finalist
BBVA Open Talent 2018
Garantify in „Emprende“ (spanisches öffentlich-rechtliches Fernsehen, RTVE) · 2019 · auf Spanisch

Quellen (auf Spanisch): idealista/news, 24.01.2019 · Alimarket, 23.10.2017 · Vozpópuli, 15.12.2019 · POVCA$H, Min. 49:00 · Handelsregister: Sergio Rodríguez Zambrana

Kapitel 12 · 2019 – 2020

Zweite Chancen, im Gesetz und im Leben

2019 startet Adiós a mis deudas („Tschüss, meine Schulden“), ein Dienst, der Menschen hilft, das spanische Gesetz der zweiten Chance (Ley de Segunda Oportunidad) zu nutzen. Es erlaubt überschuldeten Privatpersonen und Selbstständigen, sich von Schulden befreien zu lassen, die sie nicht mehr zahlen können – ähnlich der Restschuldbefreiung in der Privatinsolvenz. Gegründet wurde die Firma von Jordi Pardo und Sergio Gonzálvez, seinem Partner bei Garantify, zusammen mit der Kanzlei Aran Advocats. Die Website nutzte die Rechtstexte von Garantify. Sergi führte sie auf seinem Facebook als eines seiner Projekte und teilte sie im Januar 2020 auf Twitter: „Kennst du es? Das Gesetz der zweiten Chance.“

Im Februar 2021 meldete die Kanzlei, für ihre Mandanten in zwei Jahren mehr als 2 Millionen Euro Schulden gestrichen zu haben. Dass jemand, der selbst ein Insolvenzverfahren durchgemacht hat, in der Nähe eines Geschäfts mit zweiten Chancen landet, passt ziemlich gut zu dieser Geschichte.

adiosamisdeudas.com22. Mai 2020
Screenshot von adiosamisdeudas.com, 22. Mai 2020
Adiós a mis deudas: das spanische Gesetz der zweiten Chance, so erklärt, dass es jeder versteht.

Quellen (auf Spanisch): Handelsregister: Adiós a Mis Deudas S.L. · LawAndTrends, 2021 · Twitter @sergirodriguez, 18.01.2020

Kapitel 13 · 2020 – 2022

Shopipay: elf Jahre später wieder E-Commerce

Die Pandemie füllt das Netz mit Shopify-Shops, und Sergi sieht die Lücke: den Checkout, den letzten Schritt des Kaufs, an dem die meisten Verkäufe verloren gehen. Er gründet Shopipay, einen „anpassbaren One-Step-Checkout mit 1-Klick-Upsells für Shopify“, für 29 bis 199 US$ im Monat. Das erste Kundenzitat auf der Website stammt von ihm selbst, als Shopbetreiber: „Ich habe den durchschnittlichen Warenkorb um 20 % gesteigert.“

shopipay.ioarchiviert am 17. Feb. 2021

Starter

29 US$/Monat

+1 % pro Verkauf

Pro

59 US$/Monat

+1 % pro Verkauf

Scaling

199 US$/Monat

+0,5 % pro Verkauf

„Bereit, deine Verkäufe abheben zu lassen?“ One-Step-Checkout für Shopify, mehr als 160 Zahlungsanbieter, A/B-Tests und 1-Klick-Upsells. Preise laut archivierter Website. Zur Aufnahme

Dahinter stehen zwei Gesellschaften aus dem Jahr 2020. Die Ecom Apps S.L. in Valencia, mit Gerard Usero (Trainer für E-Commerce mit Zahlung per Nachnahme), David Barberà und Eduardo Morant. Und die The Ecommerce Space S.L. Ab Juni 2020 verarbeiteten ihre Server echte Shops. Shopipay hieß später ShopWin und warb schließlich mit mehr als 2.000 Checkouts und mehr als 2,5 Millionen Euro verarbeitetem Volumen.

Am 28. April 2022 lädt ihn Emprendedores, eines der bekanntesten Gründermagazine Spaniens, zu einer Diskussionsrunde in der Casa SEAT in Barcelona ein und stellt ihn vor als „Serienunternehmer, Gründer von Shoppipay (ShopWin), einer App zur Automatisierung von Verkäufen, und derzeit dabei, einen Investmentfonds für Kryptowährungen aufzubauen“. Dort sagt er: „Wenn du dem Nutzer Macht gibst, erzeugt er Inhalte.“

Quellen: shopipay.io, archiviert 2021 · Emprendedores, Casa SEAT, 2022 (auf Spanisch) · Handelsregister: Ecom Apps und The Ecommerce Space

Kapitel 14 · 2009 – 2026

Reisen, laufen, ein paar Drachen verlieren

Ein Unternehmer ist auch das, was er tut, wenn er gerade nichts gründet. Seine öffentlichen Spuren hinterlassen diese Stempel im Reisepass:

  • Februar 2009Ecuador„Ein Kaffee in Ecuador: 0,25 Dollar“
  • Juni 2009TeneriffaKurzurlaub, dann ein TV-Interview beim Zwischenstopp in Madrid
  • September 2010Lloret de MarModeriert ein Panel auf der COMITUR
  • Oktober 2019AlicanteWo Garantify seinen Sitz hatte
  • Juni 2022San Blas, PanamaIsla Franklin
  • Juni 2026BaliHier entstand FlexRoute

Sie zeigen auch jemanden, der alles Neue vor allen anderen ausprobiert, Krypto inklusive. 2021 drehen sich seine Tweets um DeFi auf der Binance Smart Chain: Beefy „läuft wie verrückt“, StudentCoin „etwas eingeschlafen“, dazu die Lektion über Opportunitätskosten: „Das Blöde ist, dass dir die Opportunitätskosten verloren gehen.“ Am 30. August 2021 nimmt ein Exploit bei der Migration eines NFT-Spiels seine Figuren mit: „Lost all my #bmars in the migration exploit attack… can you return my dragons? 😢“ (das schrieb er auf Englisch). Im Frühjahr 2022 spricht er bereits öffentlich davon, einen Kryptofonds aufzubauen.

„80 % von dem, was uns Sorgen macht, passiert NIE. Genieß den Weg.“
Twitter @sergirodriguez, 10. Juli 2022

Quellen: Twitter @sergirodriguez, archiviert in der Wayback Machine (2009, 2012, 2019–2022) · Blog, Juli 2009 und September 2010

Teil VI · Die Auferstehung · 2024–2026

Sergio de la Rosa

Mit 42 legt er sich einen neuen Namen für die Arbeit zu, programmiert wieder jeden Tag und macht den ersten Rat, den er 2009 gab, zu seinem Beruf: Automatisiere.

Kapitel 15 · 2024 – 2025

Der Entwickler, der zurückkam

Am 14. Mai 2024, fast neun Jahre nach „Wieder Hunger haben“, erscheint auf sergirodriguez.com ein neuer Eintrag: „Wie künstliche Intelligenz denen helfen kann, die Dienstleistungen anbieten“. Er richtet sich an Masseure, Osteopathen und Friseure und handelt von Terminen, Erinnerungen und Chatbots. Wirkt unscheinbar, ist aber das erste Zeichen der Rückkehr.

Kurz darauf heißt sein LinkedIn-Profil, dasselbe /in/sergirodriguez wie seit 2009, plötzlich Sergio de la Rosa. Es entstehen sergiodelarosa.online, „Technologieberater und KI-Spezialist“, und der YouTube-Kanal @sergiodelarosa_ia mit rund 200 Videos über KI-Tools; allein im Oktober 2025 lädt er etwa 84 hoch. Auf Instagram wird aus @spnfury „Sergio de la Rosa | Ich verdiene Geld mit KI“.

„Automatisiere: Versuch, die meisten Alltagsprozesse in deiner Firma zu automatisieren, damit sie dich so wenig Zeit wie möglich kosten.“
Dezember 2009, sein erster öffentlicher Rat an andere Gründer

Er baut KI-Telefonrezeptionen mit Sprach-KI, die Anrufe annehmen, Termine vergeben und Fragen beantworten, angebunden an die Software, die in der jeweiligen Branche in Spanien Standard ist: Doctoralia für Kliniken (vergleichbar mit Doctolib), CoverManager für Restaurants, QVET für Tierarztpraxen, Witei für Makler. Er richtet automatische Anrufe bei Leads mit Voice-AI ein (Setter IA), einen Kurs für UGC-Videos mit KI samt eigenem Lernbereich und SellTok, eine Agentur für TikTok Shop. Im März 2025 hält er für den Club C4E ein Webinar über das Verkaufen auf TikTok Shop, angekündigt als „erfahrener KI-Berater“.

Im Juni 2025 wird er in „Meraki“, einer Sendung über Marketing und Talente, zu KI für Unternehmen interviewt. In seinen Kursen stellt er sich so vor: „Ich bin seit 20 Jahren in der Digitalbranche und gründe Start-ups, und seit 4 Jahren beschäftige ich mich mit künstlicher Intelligenz.“

Alles über KI für Unternehmen („Meraki“) · 17. Juni 2025 · auf Spanisch
KI und das Comeback vergessener Ideen · 3. Oktober 2025 · Sergi erinnert an Onyougo, die App zum Scannen von Barcodes, und erklärt, wie viel leichter sie heute mit KI wäre (auf Spanisch)

Fünfzehn Jahre nach Oooferton ist er zurück beim Live-Shopping, diesmal beim echten: per Video und live.

Quellen: Blog, 14.05.2024 · C4E, Webinar zu TikTok Shop, 2025 · YouTube @sergiodelarosa_ia · Instagram @spnfury

Kapitel 16 · September 2025

Laut ausgesprochen

Im September 2025 setzt er sich zu POVCA$H, einem Gründer-Podcast zweier junger Moderatoren, um über TikTok Shop zu sprechen. Am Ende tut er etwas, das er in zwanzig Jahren Bloggen nie getan hatte: Er erzählt alles. Anderthalb Stunden lang geht er die Zahlen durch, die Pleiten und die Verrate.

So verkaufst du auf TikTok Shop, mit Sergio de la Rosa · POVCA$H · 18. September 2025 · 1 Std. 39 Min. · sein persönlichstes Interview (auf Spanisch)

Der Verrat. Gefragt, was sein Leben in ein Davor und ein Danach geteilt hat, spricht er nicht über ein Geschäft:

„Man hat mich aus meiner eigenen Firma geworfen. Bei einer Gesellschafterversammlung, zu der ich voller Begeisterung gegangen war: ‚Sergi, kannst du kurz den Raum verlassen? Wir stimmen jetzt ab.‘ Seelisch hat mich das zerstört.“
POVCA$H, Min. 37:00

Er sagt nicht, um welche Firma es ging oder wer abgestimmt hat, und auch diese Seite wird es nicht tun. Er sagt aber, was er daraus gelernt hat: Es waren acht Gesellschafter, mehrere davon hatte er selbst hereingeholt, „ohne dass sie Kapital einbrachten, im Tausch gegen Arbeit oder Werbung“, und heute schaut er sich alles „mit acht Augen“ an. „Eine Firma ist wie ein Tisch: Du brauchst vier ausbalancierte Beine. Pack deine Firma nicht mit acht Gesellschaftern voll, denn danach wird daraus Game of Thrones.“ Und was er heute an einem Partner am meisten schätzt: „nicht so sehr die Fähigkeiten, sondern dass er ein guter Mensch ist“.

Die Pleiten. Auf die Frage nach seinem härtesten Moment: „Ich bin mehrmals pleitegegangen. Pablo Motos hat mal erzählt, dass man erst Millionär wird, wenn man dreimal pleite war … Mir fehlt noch eine.“ (Motos moderiert „El Hormiguero“, eine der meistgesehenen Talkshows Spaniens.) Und gleich danach: „Am meisten gelitten habe ich, wenn man mich verraten hat.“

Das Geld. „Ich habe viel Geld verdient und es sehr schlecht verwaltet.“ Er erzählt, dass er mit Krypto „wahnsinnig viel Geld“ verloren hat, „immer mit dem Gedanken, schnell Geld zu machen: Bots, Trading, Scalping“. Heute legt er jeden Monat 10 bis 15 % seiner Einnahmen in Bitcoin an, „wie eine Religion“, und hat begriffen, dass „das ein Langstreckenlauf ist“. Sein bester Umsatztag: 35.000 €, mit einem Onlineshop.

Die Reue. Ganz am Ende, in einer Schnellfragerunde, legt er ein Geständnis ab, nach dem niemand gefragt hatte:

„Ich bereue zutiefst etwas, das ich vor etwa dreieinhalb Jahren getan habe: Ich habe einen Krypto-Bot beworben. Ein Multilevel-System. Ich bin eingestiegen, weil man damit sehr schnell Geld verdiente, und mir war nicht ganz bewusst, dass er nicht hielt, was er versprach. Ich habe gewarnt, dass es ein hohes Risiko war, aber es gab Leute, die Geld verloren haben, das sie gebraucht hätten. Da habe ich gelernt: Geld, das schnell reinkommt, geht auch schnell wieder raus.“
POVCA$H, Min. 95:20

Das öffentlich zu sagen und den Ausschnitt selbst auf seinen Kanal zu stellen, sagt so viel über ihn wie jeder seiner Erfolge. Sieben Monate später begann er, seinen eigenen Bot zu bauen, mit einer Regel, die vom ersten Tag an feststand: „lernen, aber ohne zu verlieren“.

Quelle: POVCA$H, „Cómo vender en TikTok Shop“ („So verkaufst du auf TikTok Shop“), September 2025 (auf Spanisch). Zitate aus dem Gespräch transkribiert, leicht geglättet und übersetzt.

Kapitel 17 · 2026

Die Fabrik

2026 arbeitet Sergi wie ein Ein-Personen-Produktstudio, mit der KI als Team. Mehr als fünfzehn eigene Produkte teilen sich einen einzigen Server, jedes mit eigener Domain, eigener Datenbank und eigener Geschichte:

  • RadarGas und Gasolina Barata: die Vergleichsidee von Onyougo, angewandt auf mehr als 11.000 spanische Tankstellen, mit offiziellen Daten des spanischen Ministeriums und einer iOS-App.
  • MotionClone: ein kostenpflichtiges SaaS mit echten Kunden, das mit KI Bewegungen in Videos klont, dazu eine Chrome-Erweiterung.
  • Currofácil: eine lokale Jobbörse mit KI-generierten Lebensläufen und Video-Lebensläufen.
  • PlanazosBCN: Ausgehtipps für Barcelona, mit Vorreservierung über Stripe und QR-Aufklebern in Restaurants.
  • Money17: vom Amazon-Produkt zum KI-Video auf YouTube, vollautomatisch.
  • BrandPilot: White-Label-Websites und Landingpages für Agenturen.
  • Casinuevo, zwanzig Jahre später, mit Homesya als Immobilien-Ableger in Mexiko und auf Bali.
  • CodigoAmigo, Malprecio, IA Pasión, VideoForge, Fútbol en la Tele …
radargas.comSeptember 2026
Screenshot von radargas.com, September 2026
RadarGas heute: mehr als 12.000 Tankstellen im Vergleich, auf Basis offizieller Daten. Die Idee von Onyougo, zwölf Jahre später, angewandt auf Sprit.

Im Juni 2026 fliegt er nach Bali und sucht nach einem Rückweg über Saigon oder Bangkok. Aus dieser Suche entsteht ein weiteres Projekt, FlexRoute, ein Flugplaner. Typisch für ihn: Aus einer Reise wird ein Produkt.

Kapitel 18 · April – September 2026

Der Bot, der nie gewann (und was er ihn lehrte)

Die härteste Prüfung des Jahres 2026 hat keine Kunden. Es ist ein Krypto-Trading-Bot namens Cryptorico, der mit Perpetual Futures handelt. Sergi startet ihn am 12. April 2026 mit einem einfachen Ziel, „ein profitabler, stabiler Bot“, und mit einer Ehrlichkeit, die in dieser Szene selten ist: „Ich habe keine Ahnung von Trading.“ Seine Regel: „lernen, aber ohne zu verlieren“. Bis heute hat er nie echtes Geld riskiert. Alles lief auf einem Demokonto oder in der Simulation.

Die Geschichte des Bots wiederholt die Geschichte seines ganzen Lebens:

  1. April–Mai: auf Nachrichten handeln. Der Bot liest Nachrichten und eröffnet Positionen. Nach sechs Wochen kommt der „Kahlschlag“: Die Einstiege kamen erst nach der Kursbewegung. Es gab keinen Vorteil. Unterwegs: 307 „Geisterschließungen“ in zweieinhalb Stunden, ein Bitcoin-Short mit extremem Hebel wegen einer Nachricht über eine ganz andere Coin und drei Tage Stillstand, ohne dass es jemand merkte.
  2. Juni: dem Trend folgen. Eine Prüfung ergibt, dass zwei Drittel der Verluste Gebühren waren. Getestet werden 4-Stunden- und Tageszeitrahmen. Die Entscheidung: nur noch der Tagestrend, mit einer Abbruchregel, die festgeschrieben wird, bevor die Ergebnisse vorliegen.
  3. Juni–Juli: Scalping und Orderflow. Kreuzungen gleitender Durchschnitte, Bollinger-Bänder, CVD, Funding Rates, VWAP, Carry, Pairs. Alles stirbt. Eine Strategie, die bei 8 Trades zu 100 % gewann, verliert bei 470. Daraus entsteht die erste festgehaltene Lektion: „n=8 lügt“. Und eine zweite: Bei den großen Coins fressen die Gebühren jeden schwachen Vorteil auf.
  4. Juli–September: die Strategiefabrik. Ganze Generationen von Konfigurationen (109, 170, 98, 50 …), insgesamt mehr als 450, getestet gegen eine „tote Kontrolle“ und 40 Durchläufe mit Münzwurf. Keine schlägt den Zufall nachweisbar. Am 12. September 2026 wird das Vorhersageprogramm eingestellt: Einen Vorteil von 0,15 % pro Trade zu beweisen, würde Daten aus mehr als zwei Jahren erfordern.
„Eine Schwelle zu verschieben, nachdem man das Ergebnis gesehen hat – so hat sich dieses Projekt rund 450-mal selbst getäuscht.“
Projektdokumentation, August 2026

Ein finanzieller Fehlschlag ohne Verluste und wahrscheinlich die beste Schule, die er je hatte. Aus diesem Bot stammen die Regeln, die er heute auf jedes Produkt anwendet:

echtes Geld im Risiko
0 €
echtes Geld im Risiko
getestete Konfigurationen
450+
getestete Konfigurationen
die den Zufall schlugen
0
die den Zufall schlugen
Ansatz lebt noch: Market Making bei Altcoins
1
Ansatz lebt noch: Market Making bei Altcoins

Epilog · Die Rückkehr mit dem Elixier

Was bleibt, wenn man so oft gefallen ist

In der Heldenreise endet das Abenteuer, wenn der Held mit etwas nach Hause kommt, das anderen hilft. Zwanzig Jahre nachdem er seine Wohnung beliehen hat, bringt Sergi eine Handvoll Regeln mit, die er auf die harte Tour gelernt hat:

  1. 1Begeisterung, Beharrlichkeit und unerschütterlicher Glaube an das, was man tut.Seine Antwort von 2009 auf die Frage, was ein Gründer braucht. Siebzehn Jahre später gilt sie noch immer.
  2. 2Such dir eine Nische.Radarprice startete mit 8 Millionen Produkten und wurde erst App der Woche, als es sich auf Windeln konzentrierte.
  3. 3Fokus schlägt Verzettelung.Drei Firmen gleichzeitig kosteten ihn seine 21 % an Oooferton, kurz bevor die Firma Millionen wert war.
  4. 4Freizeit ist nicht der Feind der Leistung.„Gerade in dieser Freizeit hatte ich meine besten Ideen.“ März 2010.
  5. 5Angst ist dein schlimmster Feind.Er schrieb es 2015, auf dem Weg aus der dunkelsten Phase.
  6. 680 % von dem, was uns Sorgen macht, passiert nie.Juli 2022.
  7. 7n=8 lügt.Gelernt 2026 an einem Bot, der nie gewann. Gilt für Trading, Start-ups und das Leben.
  8. 8Pass auf, wen du in deine Firma holst.Gelernt, als man ihn auf einer Gesellschafterversammlung aus seiner eigenen Firma hinauswählte.
  9. 9Automatisiere.Der erste Rat, den er je gab, 2009, ist heute sein Beruf.
Sergio de la Rosa heute, mit Mikrofon

Heute tritt er als Sergio de la Rosa auf und hilft Unternehmen, mit künstlicher Intelligenz zu automatisieren, was er sich in zwanzig Jahren mühsam von Hand beibringen musste. Auf GitHub ist er weiterhin spnfury. Kontakt über LinkedIn →

Anhang A

Vollständige Chronik

  1. Geboren in der Provinz Barcelona.
  2. Technisches Bachillerato und zwei höhere Berufsausbildungen in Informatik (Escola del Clot, IES La Ferreria).
  3. Programmiert die erste Version von oh-holidays.com.
  4. Netzwerktechniker bei Kalise Menorquina, Freelancer, dann Programmierer bei Open House Spain.
  5. Fängt als Projektmanager bei Desig Barcelona an. Bringt „apartamentos barcelona“ in 9 Monaten nach oben.
  6. Erste Anzeigen auf casinuevo.net.
  7. Kauft 50 % von Desig und belastet dafür seine Wohnung mit einer Hypothek.
  8. Gründet die Cyberworld Networks S.L. (Casinuevo, dazu Versionen für Mexiko und Lateinamerika).
  9. Erstes Treffen von Iniciador Barcelona.
  10. Reise nach Ecuador.
  11. Die Oferton Liveshopping S.L. wird gegründet.
  12. Startet oooferton.com mit Luis Krug, als Mitgründer und CTO.
  13. Neues Büro in der Carrer de Llull 393.
  14. Interview mit Rodolfo Carpintier bei Baquía TV.
  15. 265 Bestellungen an einem Tag bei Oooferton.
  16. Stellt Cladoo für Lateinamerika vor. Bericht bei Loogic.
  17. Führt drei Firmen: Desig (8 Mitarbeitende), Cyberworld und Oooferton (100.000 € im Monat).
  18. Verkauft „gezwungenermaßen“ seine 21 % an Oooferton. Bester Monat in der Geschichte von Desig.
  19. Ein Blognetzwerk und der Verkauf von Anteilen an Cladoo.
  20. Moderiert ein Panel auf der COMITUR in Lloret de Mar.
  21. Anderthalb Jahre ohne Blogeintrag. Gründet R Que R 17 (Onyougo) und Diva Loca S.L.
  22. Onyougo startet als soziales Netzwerk für Elektronikprodukte.
  23. Onyougo in 16 Ländern, 20.000 Nutzer.
  24. Onyougo kommt in den Conector Startup Accelerator (Barcelona #2, zusammen mit Kompyte).
  25. Die Website desigbarcelona.com wird verkauft. Central de Reservas Desig gerät ins Insolvenzverfahren.
  26. Startet den „unbestechlichen“ Preisvergleich.
  27. Finanzierungsrunde über 100.000 € mit Antai, Risto Mejide, Marc Ros, Axel Serena, Vicente Alán und Carlos Blanco.
  28. Ein Gericht löst Central de Reservas Desig auf.
  29. Onyougo heißt jetzt Radarprice.
  30. „Wieder Hunger haben, der Angst ausweichen“.
  31. Legt sein Amt als Geschäftsführer von Onyougo Dreams nieder.
  32. Bevollmächtigter der iStocks Company S.L.
  33. Gründet Garantify mit Sergio Gonzálvez, als CTO.
  34. Finalist bei BBVA Open Talent. Geschäftsführer von Molista Technologies.
  35. Garantify: 1.547 Maklerbüros als Nutzer (idealista/news).
  36. Adiós a mis deudas startet. Garantify setzt knapp 1,5 Mio. € um.
  37. Ecom Apps S.L. Shopipay verarbeitet die ersten Shopify-Shops.
  38. The Ecommerce Space S.L.
  39. DeFi und Krypto. Verliert seine #bmars durch einen Exploit.
  40. Diskussionsrunde von Emprendedores in der Casa SEAT: „dabei, einen Investmentfonds für Kryptowährungen aufzubauen“.
  41. Reise nach San Blas, Panama.
  42. Der Blog kehrt zurück, diesmal mit dem Thema künstliche Intelligenz.
  43. Die Marke Sergio de la Rosa entsteht: KI-Beratung, YouTube, KI-Telefonrezeptionen.
  44. Webinar zu TikTok Shop für C4E.
  45. Interview in „Meraki“ über KI für Unternehmen.
  46. Erzählt im Podcast POVCA$H alles: die Pleiten, den Verrat durch Gesellschafter und den Multilevel-Bot, den er bereut.
  47. Startet Cryptorico, seinen Trading-Bot.
  48. Reise nach Bali. FlexRoute entsteht.
  49. Stellt das Vorhersageprogramm des Bots ein: Keine Strategie schlägt den Zufall.
  50. Mehr als fünfzehn eigene Produkte und die Geschichte, die Sie gerade lesen.

Anhang B

Quellen

Die Besucher-, Nutzer- und Umsatzzahlen seiner eigenen Projekte zwischen 2009 und 2013 hat Sergi damals selbst veröffentlicht, in seinem Blog und auf LinkedIn. Angaben zu Ämtern in Gesellschaften stammen aus dem spanischen Handelsregister (Registro Mercantil). Alles andere verweist auf Presseberichte oder Aufnahmen der Wayback Machine. Fast alle Quellen sind auf Spanisch; die Titel sind hier übersetzt, damit klar ist, was sich hinter jedem Link verbirgt.